Trächtige Hunde richtig versorgen: Wichtige Tipps für Halter

3. Entwurmungsplan für trächtige Hündinnen

Die richtige Entwurmung ist ein wesentlicher Bestandteil der Pflege einer trächtigen Hündin. Parasitäre Erkrankungen können sowohl die Mutter als auch ihre heranwachsenden Welpen schwer beeinträchtigen, daher ist es wichtig, dieses Thema frühzeitig anzugehen. Üblicherweise wird ab dem 40. Tag der Trächtigkeit bis zwei Tage nach der Geburt ein spezielles Entwurmungsmittel namens Fenbendazol verabreicht. Diese gezielte Behandlung soll verhindern, dass Würmer von der Mutter auf die Welpen übertragen werden – ein Prozess, der sowohl vor als auch nach der Geburt stattfinden kann. Fenbendazol wird in der Tiermedizin häufig eingesetzt, da es ein breites Wirkspektrum gegen viele Darmparasiten wie Spulwürmer, Hakenwürmer und Peitschenwürmer bietet. Aufgrund seiner Verträglichkeit ist es für den Einsatz während der Trächtigkeit geeignet. Der Wirkstoff hemmt die Glukoseaufnahme der Parasiten, entzieht ihnen so die Nahrungsgrundlage und stoppt ihre Vermehrung. Der Beginn der Behandlung am 40. Tag der Trächtigkeit stellt sicher, dass eventuell im Körper der Mutter vorhandene Parasiten abgetötet werden, bevor sie auf die Welpen übergehen können. Der Zeitpunkt dieses Entwurmungsplans ist nicht willkürlich gewählt. Ab etwa dem 40. Tag der Trächtigkeit wird die Plazentaschranke der Hündin durchlässiger, sodass Parasiten von der Mutter auf die heranwachsenden Welpen übergehen können. Durch den frühzeitigen Behandlungsbeginn wird verhindert, dass Larven über die Plazenta wandern. Die Fortsetzung der Behandlung bis zwei Tage nach der Geburt stellt sicher, dass auch eventuell in der späten Trächtigkeitsphase aufgenommene oder überlebende Parasiten beseitigt werden, wodurch das Risiko einer Übertragung über die Muttermilch verringert wird. Obwohl Fenbendazol das allgemein empfohlene Entwurmungsmittel für trächtige Hündinnen ist, sollte ein individueller Behandlungsplan stets mit einem Tierarzt besprochen werden. Die Wahl des Entwurmungsmittels und der Methode kann durch die Krankengeschichte der Hündin, früheren Parasitenkontakt und den geografischen Standort beeinflusst werden. In manchen Fällen können zusätzliche oder andere Behandlungen empfohlen werden. Regelmäßige Kotuntersuchungen während der Trächtigkeit können helfen, den Erfolg des Entwurmungsprogramms zu überwachen und neu aufgetretene oder anhaltende Infektionen zu erkennen. Dies ist besonders wichtig in Regionen, in denen bestimmte Parasiten häufig vorkommen, oder wenn die Hündin in der Vergangenheit unter wiederkehrenden Parasiteninfektionen gelitten hat. Obwohl Darmparasiten im Fokus stehen, sollten auch andere parasitäre Risiken wie Herzwürmer berücksichtigt werden. Der Schutz vor Herzwürmern sollte während der gesamten Trächtigkeit fortgesetzt werden, auch wenn das spezifische Medikament möglicherweise angepasst werden muss. Einige Herzwurmpräventivmittel können zusätzlich Schutz vor Darmwürmern bieten und die Fenbendazol-Behandlung ergänzen. Ein korrekter Entwurmungsplan umfasst mehr als nur die Verabreichung von Medikamenten. Auch die Umgebungskontrolle spielt eine wichtige Rolle, um eine erne

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