2. Die Wissenschaft hinter den Zwiebelsocken

PUBLICITÉ
Um die Faszination für Zwiebelsocken zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die Inhaltsstoffe der Zwiebel. Sie enthält reichlich Schwefelverbindungen wie Allicin, die verantwortlich sind für den charakteristischen Geruch und eine Vielzahl nachgewiesener Wirkungen: antibakteriell, entzündungshemmend und antioxidativ. Anhänger der Methode glauben, dass diese Stoffe über die Haut in den Körper gelangen, wobei die Wärme im Socken den Prozess fördern soll. Transdermale Therapien sind in der Medizin tatsächlich etabliert – man denke an Hormon- oder Nikotinpflaster. Doch nicht jede Substanz dringt problemlos durch die Hautbarriere. Für Zwiebelsocken existieren bislang kaum direkte Studien. Einige Laboruntersuchungen deuten jedoch an, dass Zwiebelextrakte lokal Entzündungen mindern können. Ob und in welchem Ausmaß die Wirkstoffe nachts über die Fußsohle aufgenommen werden, ist noch ungeklärt. Weitere Forschung könnte aufklären, welche Konzentrationen tatsächlich erreicht werden und ob sie ausreichen, um systemische Effekte, etwa aufs Immunsystem, zu erklären.
DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN