Abtauchen ins Glück: 11 erstaunliche, wertvolle Funde aus der Tiefe

1. Port Royal auf Jamaika

Port Royal: Die versunkene Piraten­hochburg Aktueller Wert: Unbekannt Verlustjahr: 1692 Wiederentdeckung: k. A. (etwa 2 000 Einwohner verblieben)

Port Royal war einst das berühmteste Zufluchts­nest für Freibeuter in der Blütezeit der Piraterie. Der geschäftige Hafen zog jene an, die spanische Schiffe plünderten, und verband enormen Reichtum mit berüchtigter Gesetzlosigkeit. Prachtvolle Beutezüge und hemmungs­lose Ausschweifungen machten den Ort legendär; niederländische und englische Piraten gaben hier ihre Goldstücke mit vollen Händen aus.

Im 17. Jahrhundert florierte Port Royal als Handelsdrehscheibe, in der sich Abenteuerer aus aller Welt – sogar von Madagaskar – trafen, um Erfolge zu feiern. Die Stadt wurde zum Inbegriff der Piratenromantik.

Das Unglück von Port Royal Am 7. Juni 1692 zerstörten ein gewaltiges Erdbeben und ein nachfolgender Tsunami große Teile der Stadt; viele Gebäude rutschten ins Meer. Weitere Beben und Wellen versenkten noch mehr Land, und was die Natur verschonte, fiel später Bränden und einer Cholera­epidemie von 1850 zum Opfer. Heute liegt der Großteil Port Royals unter Wasser, nur ein kleiner, ärmlicher Ortsteil existiert noch. Die Ruinen erinnern mahnend an die vergängliche Pracht dieser einst glanzvollen Piraten­metropole.

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