Das geheimnisvolle Maya-Sternkalender: Alte Weisheit und ihre faszinierenden Prophezeiungen

2. Aufbau des Maya-Kalenders

Der Maya-Kalender ist ein fein abgestimmtes Geflecht mehrerer Systeme:

• Der Tzolk’in zählt 260 Tage, gegliedert in 20 Tagesnamen und 13 Zahlen. Jeder Tag besitzt eine eigene Gottheit und besondere Kräfte, die Entscheidungen und Rituale beeinflussen. • Der Haab umfasst 18 Monate zu je 20 Tagen plus 5 „namenlose“ Wayeb-Tage. Er hält die Landwirtschaft im Takt der Jahreszeiten. • Alle 52 Jahre fällt das Ende eines Calendar Round an, wenn Haab und Tzolk’in zeitgleich neu beginnen. Solch ein Übergang wurde mit feierlichen Reinigungs­ritualen und Festen begangen. • Die Lange Zählung erweitert den Horizont: Sie misst große Zeiträume in Baktun-Einheiten zu 144 000 Tagen (circa 394 Jahre) und diente der Chronik von Dynastien, Bau­werken und kosmischen Ereignissen.

Diese mehrschichtige Struktur zeigt, wie eng der Maya-Alltag mit kosmischen Rhythmen verflochten war – Zeit war für sie kein lineares Fortschreiten, sondern ein harmonisches Pulsieren des Universums.

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