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Überraschenderweise wissen viele Menschen nicht, dass von Haustieren übertragene Bakterien auch den Menschen infizieren können. Diese sogenannten Zoonosen reichen von harmlosen Magenbeschwerden bis hin zu lebensbedrohlichen Gesundheitsproblemen, die bei zu spätem Erkennen umgehend ärztliche Behandlung erfordern. Die Übertragung erfolgt häufig durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren, deren Körperflüssigkeiten oder kontaminierten Gegenständen. Besonders gefährdet sind Personen mit geschwächtem Immunsystem, kleine Kinder und ältere Menschen. Die gute Nachricht ist jedoch, dass es einige einfache vorbeugende Maßnahmen gibt, die Ihnen helfen können, das Infektionsrisiko durch von Tieren auf den Menschen übertragene Krankheitserreger erheblich zu reduzieren. Regelmäßige Tierarztbesuche, Hygienemaßnahmen und rechtzeitige Impfungen spielen dabei eine entscheidende Rolle.
Tollwut
Häufig werden infizierte Tiere durch Bisse übertragen. Darüber hinaus kann auch Speichel eines infizierten Tieres, der mit Schleimhäuten oder einer frischen Wunde in Kontakt kommt, die gefährliche Tollwut auf den Menschen übertragen. Die Tollwut ist eine akute Virusinfektion des Zentralnervensystems, die in der Regel tödlich verläuft, wenn sie nicht unmittelbar nach der Exposition behandelt wird. Menschen, die mit Tollwut infiziert sind, entwickeln in der Regel innerhalb von 2 bis 10 Tagen nach einem Tierbiss erste Symptome. Die Anfangserscheinungen ähneln dabei grippalen Symptomen: Fieber, Kopfschmerzen und allgemeines Unwohlsein sind typisch. Leider sterben die meisten Erkrankten an einer Enzephalopathie, einer Krankheit, die sich durch abnormales Verhalten und Halluzinationen auszeichnet. Wenn das Tollwutvirus zum Gehirn wandert, um sich im Muskelgewebe zu vermehren, tritt eine Entzündung im peripheren Nervensystem auf. Eine postexpositionelle Impfung kann das Ausbringen der Krankheit verhindern.
Staupe
Das Staupevirus kann über Kot, Urin, Blut, Speichel und Augenausfluss infizierter Hunde, Kojoten, Füchse, Waschbären, Frettchen, Stinktiere und anderer Fleischfresser übertragen werden. Die Ansteckungsgefahr ist besonders hoch in Gebieten mit hoher Tierdichte oder bei unzureichender Hygiene in Tierheimen und Zwingern. Fieber, Schnupfen und Appetitlosigkeit sind einige der typischen Symptome der Staupe. Die Hundestaupe kann asymptomatisch verlaufen und keine Behandlung erfordern, oder sie kann von einer schweren Erkrankung begleitet werden, die sich schnell entwickelt und tödlich endet. Ein Virus namens Staupe greift das Atmungs-, Verdauungs- und Nervensystem an. Seine Symptome variieren je nach Virusstamm, dem Immunstatus des einzelnen Tieres und dem Vorhandensein anderer Viren und Bakterien. Eine rechtzeitige Impfung und Quarantänemaßnahmen sind entscheidend für die Eindämmung der Krankheit.
Infektiöse Hundehepatitis
Ein umfassendes Impfprogramm macht Hunde weitaus weniger anfällig für die Hundehepatitis, auch als Hunde-Adenovirus Typ 1 (CAV-1) bezeichnet. Diese Viruserkrankung gehört zu den klassischen Hundekrankheiten und kann bei unzureichendem Impfschutz schwerwiegende Folgen haben. Die Leber und andere Organe eines Hundes können durch chronische oder akute Hepatitis geschädigt werden. Für eine korrekte Diagnose muss Ihr Tierarzt entsprechende Untersuchungen durchführen, einschließlich Bluttests und möglicherweise Ultraschalluntersuchungen. Dies ist besonders gefährlich für Welpen, da sie sich möglicherweise nicht schnell von diesem Zustand erholen. Hunde können Hepatitis, Erbrechen, blutigen Durchfall, einen niedrigen weißen Blutkörperchenwert und Fieber entwickeln. In schweren Fällen können die Mandeln oder der Magen des Welpen erheblich anschwellen. Wenn Ihr Welpe Hepatitis-Symptome zeigt, sollten Sie umgehend einen Tierarzt aufsuchen. Ihr Tierarzt kann das Blut untersuchen, um festzustellen, ob eine Infektion vorliegt, und entsprechende Behandlungsmaßnahmen einleiten.
Hundeinfluenza
Menschen, die mit infizierten Tieren arbeiten, können das Virus durch den Umgang mit Objekten wie Futternäpfen, Halsbändern, Leinen und Zwinger tragen, die mit dem Virus kontaminiert sind. Die Übertragung erfolgt indirekt über Oberflächen und kann über mehrere Stunden bis Tage infektiös bleiben. Im Gegensatz zur menschlichen Grippe kann die Hundegrippe zu jeder Jahreszeit auftreten, daher sollten Tierhalter wachsam auf Symptome achten und bei Erscheinungen umgehend tierärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. In den Vereinigten Staaten sind zwei Arten von Hundegrippe am häufigsten: H3N2 und H3N8. Sie äußert sich normalerweise durch Husten des Hundes. Wenn ein infizierter Hund hustet oder niest, werden Atemwegsaerosole und Tröpfchen freigesetzt, die die Krankheit verbreiten können. Da die Hundegrippe tendenziell Hunde mit schwächerem Immunsystem betrifft, ist eine Impfung wichtig. Der Impfstoff erwies sich als wirksam gegen beide verbreitete Stämme und sollte regelmäßig aufgefrischt werden, um einen optimalen Schutz zu gewährleisten.
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